Was eine weite Forschungsreise so spannend macht? Ihre Unberechenbarkeit. Ich habe zwar vermutet, dass der Internetanschluss hier zu einem Problem werden kann, aber doch nicht so... Nur wenn man sich von der tiefen Steppe zur Autobahn Elista-Astrachan nähert, funktioniert dann endlich das Handy. So fahre ich manchmal zur Nordgrenze des Naturparks "Schwarzes Land" und übernachte in der Nähe des Aufsichtsturms, das Sie hier auf dem Bild sehen. Von hier aus kann man ganz normal mit dem Handy telefonieren. Das hiesige langsame Internet ermöglicht einem außerdem, ab und zu E-Mails oder Kommentare zu den Posts zu lesen, aber in der Steppe einen Post zu veröffentlichen - das klappt einfach nicht. Um zu posten und Kommentare lesen zu können, muss ich nach Jaschkul fahren, wo es ein Cafe mit dem schnellen Wi-Fi-Netz gibt. Jetzt esse ich hier meine Mehan-Suppe fertig und fahre zurück in die Steppe. Bald führt mich mein Nomadenleben nach Astrachan, wo es dann richtiges Internet gibt.
Igor Shpilenok
Sonntag, 12. Mai 2013
Schöner Gruß aus dem Schwarzen Land!
Viele Grüße aus den Kaspi-Halbwüsten, aus dem Naturpark "Schwarzes Land" in Kalmykien! Wie ich auch vermutet habe, gibt es hier kaum Netz - entschuldigen Sie mich also für das lange Schweigen. Um diesen Post zu veröffentlichen, musste ich hundert Kilometer Richtung Jaschkul, des Verwaltungszentrums, fahren. Dort gibt es eine mehr oder weniger stabile Mobilnetzverbindung.
Also habe ich dort diesen Post geschrieben, Lebensmittel eingekauft und bin dann zurückgefahren. Ein ausführlicherer Bericht folgt...
Dienstag, 8. Januar 2013
Freitag, 16. November 2012
Hubschrauberlandeplatz am Morgen
Die Nacht an der Rangerstation ist immer mit verschiedenen Geräuschen gefüllt: Platschen der Wellen, Geräusche der weiten Wasserfälle, Bärenseufzer aus dem Gebüsch, Schnarchen von Adam Steopanovitch aus der Nachbarhütte.
Und hier sind die Spuren des Nachtlebens auf dem bereiften Hubschrauberlandeplatz. Hatten die Bären hier wohl eine Disko veranstaltet?
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